Sonderausstellung 2014

UnGlücksFall
Beromünster wird neu gebaut

Projektgruppe: Dr. Helene Büchler-Mattmann, Gesamtleitung; lic.phil. Waltraud Hörsch, wissenschaftliche Grundlagen und Konzept der Ausstellung; Daniela Bucher Schmidlin und Hans Lauber, Gestaltung; André Zihlmann, Präsident Ortsmarketing und Mitglied im OK Gedenkfeiern

In der Unglücksnacht vom 12. März 1764 verbrannten in Beromünster 86 Wohn- und Gewerbehäuser und sechs Scheunen. Etwa 360 Personen wurden obdachlos und hatten ihr Hab und Gut verloren.
Katastrophenhilfe und Glückskette 1764: Wo finden die Opfer eine Unterkunft? Wie kann das Essen für so Viele herbeigeschafft werden? Was soll nun mit dem riesigen Brandplatz geschehen, der einmal der Marktflecken Beromünster war?

Wir zeigen in der Ausstellung, wie es weitergeht nach dem grossen Brand. Die Gnädigen Herren von Luzern und das Stift treiben den Wiederaufbau voran. Wer bestimmt nun, wie der neue Flecken aussehen soll? Wer baut? Wer bleibt auf der Strecke? Wer finanziert das alles? Und was bedeutet es, wenn ein völlig neuer Siedlungskern entsteht?

Nach vier Jahren war der Flecken wieder aufgebaut: Schöner, grosszügiger, einheitlicher als vorher, so wie er sich heute präsentiert – das schreckliche Brandunglück als Glücksfall?

Die Ausstellungsdokumentation kann als PDF-Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Publikation von Waltraud Hörsch: «Beromünster – von der Brandkatastrophe zum schmucken Flecken», in Heimatkunde aus dem Seetal 2015. Fr. 15.00
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Der Flecken Beromünster vor dem Brand
Kupferstich von Matthäus Merian, Nachdruck 1644


Der Flecken Beromünster nach dem Wiederaufbau
Kolorierter Stich von W. Dörflinger / J. Hofmeister, um 1790


Der Flecken Beromünster heute
Luftaufnahme via beromuenster.ch