Sonderausstellung 2005

Mittel zum Heil

Religiöse Segens- und Schutzzeichen in der Sammlung Dr. Edmund Müller

Wissenschaftliche Erarbeitung und Konzept der Ausstellung: lic.phil Dominik Wunderlin, Kulturwissenschaftler / Kurator am Museum der Kulturen, Basel
Gestaltung: Viktor Stampfli, Winikon

Was findet man in einem Breverl? Wie lang ist eine heilige Länge? Welche Bedeutung hat Loretostaub? Wozu verwendet man Walburgis-Öl? Wann hilft eine Schabmadonna oder ein Schluckbildchen?
Alle diese Segens- und Schutzmittel sind in der Sammlung Dr. Edmund Müller in Beromünster in einer grossen Fülle vorhanden und werden erstmals in einer Ausstellung präsentiert. Dabei handelt es sich vor allem um Sakramentalien und Devotionalien, um Dinge also, welche die Kirche weiht und segnet und die als «Geistliche Hausapotheke» den Gläubigen Schutz und Heilung verheissen oder ihre Andacht fördern.
Viele der ausgestellten Objekte wurden an einem Wallfahrtsort erworben und dienten der privaten, häuslichen Frömmigkeit. Sie waren früher für die gläubigen Menschen sehr wichtig, heute sind sie allerdings oft vergessen. Die Ausstellung zeigte aber, dass auch in unserer Zeit noch auf bestimmte Schutzmittel vertraut wird.
Passend zur Thematik waren im Eingangsbereich alte Darstellungen von Gnadenorten und von «medizinischen» Heiligen zu sehen.

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Agathazettel
 
«Geistlicher Schild gegen Geist- und leibliche Gefährlichkeiten...»

 
Heilige Längen
Hl. Rita von Viterbo, Madonna von Loreto, Jesus von Loreto
Bogen mit Bildchen für Breverl

 
Reliquienkästchen mit gnadenreichem Jesuskind
Klosterarbeit
Breverl mit geöffnetem Inhalt

 
Agnus Dei in Rahmen Loretoschüssel
Reliquienkästchen mit Nepomukzunge
 
Reliquienkästchen mit Anna-Hand
Schächtelchen mit Walburgis-Öl
 
30 Schabmadonnen aus Einsiedeln
Karfreitagsei 1931
 
Lüsesäckli, Luusebündeli
Vitrine Volkskunst im Dolderhaus