Sonderausstellung 1999

Schutz & Zauber

Amulette und Talismane in der Sammlung Dr. Edmund Müller

Idee und wissenschaftliche Vorarbeiten: lic.phil. Lily Schürmann, Zürich
Gestaltung: Viktor Stampfli, Winikon

Heilen von körperlichen Gebresten und seelischen Nöten, Schutz vor Krankheit und plötzlichem Tod spielten in der Arztfamilie Müller-Dolder eine zentrale Rolle. Dr. Edmund Müller sah die Krankheiten und Beschwernisse seiner Patienten stets als Zusammenspiel von Körper und Seele und war dankbar, wenn sie die Kräfte zu deren Bewältigung aus einem Umfeld schöpften, wo sie körperlich, seelisch und gemüthaft beheimatet waren.

Neben der ärztlichen Hilfe nahmen die Menschen früherer Zeiten in erster Linie Zuflucht zum Glauben, zum Fürbittgebet eines Heiligen. Ohne klare Trennlinie finden sich daneben aber auch nichtchristliche, abergläubische Elemente. Man vertraut – auch heute noch – auf die Wirkung von Amuletten und Talismanen, die Schutz vor Krankheitsdämonen und den Mächten der Finsternis versprechen, mit denen man aber auch Glück, Liebe, Fruchtbarkeit und Reichtum herbeizaubern kann.

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Korallenkette. Kinderamulett mit unheilabwendender Schutzwirkung Kröte aus Eisenblech. Gilt als Gebärmutterabbild, hilft bei Leiden des Unterleibs
Schwein als Anhänger. Glücksamulett Kette mit acht Anhängern. Amulett gegen Schadensgeister und den Bösen Blick
Zwei Handanhänger, «Hörnchen» und «Feige». Gelten als Schutz vor dem Bösen Blick Augenamulett in Silberfiligranfassung – schützt vor dem Bösen Blick
Wehenkreuz aus Bergkristall, mit Filigranverzierung zur Erleichterung der Wehen Fatmehand mit arabischen Texten. Amulett gegen den Bösen Blick