Publikationen

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Kurz und kompakt: Alles Wissenswerte zu den «Kostbarkeiten» auf einem Flyer.

Publikationen zu den Sonderausstellungen

Im Dolderkeller im Erdgeschoss wird seit 1999 in jährlichen Sonderausstellungen jeweils ein Teilgebiet der Sammlung der Arztfamilie Müller / Dolder präsentiert. Die betreffende Objektgruppe wird gleichzeitig wissenschaftlich aufgearbeitet und in einem Begleitheft in der Reihe Kostbarkeiten aus dem Dolderhaus vorgestellt.

Heft 1: Schutz & Zauber
Amulette und Talismane in der Sammlung Dr. Edmund Müller.

Beromünster 1999, 48 S. – Fr. 10.00

Es ist kein Zufall, dass im Arzthaus zum Dolder neben einer grossen Anzahl von Gegenständen der Volksfrömmigkeit und des Volksglaubens auch viele Amulette und Talismane vorhanden sind.
Heilen von körperlichen Gebresten und seelischen Nöten, Schutz vor Krankheit und plötzlichem Tod spielten in der Arztfamilie Müller / Dolder eine zentrale Rolle. Dr. Edmund Müller sah die Krankheiten und Beschwernisse seiner Patienten stets als Zusammenspiel von Körper und Seele und war dankbar, wenn sie die Kräfte zu deren Bewältigung aus einem Umfeld schöpften, wo sie körperlich, seelisch und gemüthaft beheimatet waren.
Dominik Wunderlin erläutert das Begriffliche, Formen und Wirkungsweise der Amulette und Talismane. Der Amulettglaube früherer Zeiten wird von Pirmin Meier anhand der medizinhistorischen Literatur im Dolderhaus dargestellt, in erster Linie mit Werken von Paracelsus, der für Dr. Müllers Wirken als Arzt sehr bestimmend war. Ein herausragendes Stück der Sammlung – eine Fraisenkette – wird von Kurt Lussi gewürdigt. Der abschliessende kleine Streifzug durch die Amulettsammlung Dr. Müllers wird ergänzt durch die Illustrationen des Heftes.
 

Heft 2: FRAGILE
Flühli-Glas in der Sammlung Dr. Edmund Müller.

Beromünster 2000, 48 S. – Fr. 10.00

«Fragile» – zerbrechlich – sind die über 100 Flühli-Gläser in der Sammlung Dr. Edmund Müller: Kunstvoll verzierte Becher, Schnapsflaschen mit Emailmalerei, elegante Karaffen, Taufflaschen und Apothekergläser. Die Glasproduktion in den entlegensten Tälern des Entlebuchs im 18. und 19. Jahrhundert faszinierte den Sammler.
Kornelia Imesch hat die Flühli-Gläser der Sammlung inventarisiert und legt eine ausführliche Beschreibung dieser fragilen Kostbarkeiten vor. Joseph Suter-Wandeler beleuchtet das Thema der Apothekergläser und der darin aufbewahrten Heilmittel.
 

Heft 3: ora pro nobis
Heiligenfiguren in der Sammlung Dr. Edmund Müller.

Beromünster 2001, 56 S. – Fr. 10.00 AUSVERKAUFT – für Fr. 5.00 als PDF-Download erhältlich

In der Arztfamilie Müller / Dolder gehörten die Heiligen zum Alltag. In allen Wohnräumen und in den Gängen des Dolderhauses standen die holzgeschnitzten, häufig bemalten Statuen, und selbst die Patientinnen und Patienten begegneten den himmlischen Fürbittern auf dem Weg ins Wartzimmer im zweiten Stock.
Sara Stocker hat die über 80 sakralen Skulpturen in der Sammlung inventarisiert und in umfangreichen Recherchen ihre Herkunft und Bedeutung ermittelt. Sie gibt Informationen zu Herkunft, Funktion und kunsthistorischer Bedeutung der Skulpturen, verwoben mit der volkstümlichen Heiligenverehrung, mit Legenden und Brauchtum an bestimmten Festen und der Anrufung der himmlischen Patrone bei Krankheit, Unglück oder in der Sterbestunde. Diesen Ausführungen vorangestellt ist ein Beitrag von Uta Bergmann. Die ausgewiesene Kennerin der Luzerner Sakralplastik vermittelt einen Überblick über die Bildhauerei im Kanton Luzern von 1300 bis 1900.
 

Heft 4: wie us em Truckli
Trachtenbilder und Deli in der Sammlung Dr. Edmund Müller.

Beromünster 2002, 56 S. – Fr. 10.00

Dr. Edmund Müller-Dolder war 1927 Mitbegründer der Luzerner Trachten- und Volksliedervereinigung und bis zu seinem Tod 1945 deren Präsident, stets unterstützt von seiner Frau Hedwig. Das Engagement des Ehepaars Müller-Dolder schlug sich auch nieder in ihrer privaten Sammlung. Ganz speziell waren sie fasziniert von den Schmuckstücken zur Luzerner Festtagstracht, den Deli. Ihre Aufmerksamkeit galt aber auch der Luzerner Tracht in der Druckgrafik der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, den Lithographien und Aquatinten von bedeutenden Künstlern wie Franz Hegi, Franz Niklaus König und Gabriel Lory fils.
Barbara Dieterich schildert die Entwicklung der Volkstracht und beschreibt die Tracht als Bildgegenstand anhand der über 100 Werke in der Sammlung. Die Schmuckhistorikerin Anna Beatriz Chadour-Sampson und der Hinterglasspezialist Yves Jolidon vermitteln neue Erkenntnisse zum sensationellen Sammlungsbestand an Deli und Trachtenkreuzen.
 

Heft 5: krank – was nun?
Medizinische Ratgeber in der Sammlung Dr. Edmund Müller.

Beromünster 2003, 56 S. – Fr. 10.00

In den Bücherregalen im Sprechzimmer von Dr. Müllers standen nicht nur die gängigen modernen Nachschlagewerke für Ärzte, sondern auch medizinische Ratgeber aus früheren Jahrhunderten, Kräuterbücher, alte Rezeptsammlungen für allerhand Beschwerden bei Mensch und Vieh, Anweisungen für Hebammen und eine grosse Zahl Paracelsus-Drucke.
Diese kostbare medizinhistorische Bibliothek im Haus zum Dolder bildet die Grundlage für die Aufsätze dieses Heftes. Der Medizinhistoriker Hubert Steinke hat den Bestand bearbeitet und stellt anhand der heilkundlichen Ratgeber aus dem 16. bis 18. Jahrhundert die medizinische Versorgung und die verschiedenen Heilpraktiken der frühen Neuzeit vor. Zudem würdigt er das ärztliche Wirken von Dr. Edmund Müller, das – neben der Schulmedizin – auch dieser Tradition verpflichtet war. Pirmin Meier, der weit herum bekannte Paracelsus-Forscher, zeigt auf, wo Paracelsus, der Arzt und Philosoph an der Schwelle zur Neuzeit, in der Diskussion um Schul- oder Naturmedizin einzuordnen ist.
 

Heft 6: Service!
Fayencen, Porzellan und Zinn in der Sammlung Dr. Edmund Müller.

Beromünster 2004, 56 S. – Fr. 12.00

Gastfreundschaft wurde sehr gross geschrieben im Dolderhaus. Davon geben die Einträge in den seit 1911 erhaltenen Gästebüchern ein eindrückliches Zeugnis. Der Tischkultur galt aber auch das Sammlerinteresse der Arztfamilie. Ess- und Trinkgeschirr bildete einen wichtigen Bestandteil ihrer Sammlung.
Heft 6 der Publikationsreihe ist diesen wertvollen Sammlungsstücken gewidmet. Zunächst gibt Sara Stocker Steinke einen knappen, informativen Überblick über die Sitten und Gebräuche rund ums Essen und Trinken in der frühen Neuzeit (16. bis 18. Jahrhundert). Dann werden die einzelnen Objektgruppen vorgestellt. Die beiden wichtigsten – die Beromünsterer Fayencen und das Zürcher Porzellan- und Fayencegeschirr – sind in zwei separaten, mehrheitlich farbig illustrierten Aufsätzen behandelt: Sara Stocker würdigt Leben und Werk des Fayencers Andreas Dolder (1743-1823). Franz Bösch, der ein zweibändiges Werk über die Zürcher Porzellanmanufaktur in Kilchberg-Schooren herausgegeben hat, fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen und stellt einige herausragende Stücke aus unserer Sammlung vor. In einem grösseren Kapitel werden die weiteren Objekte zur Tischkultur in der Sammlung Dr. Edmund Müller in Wort und Bild präsentiert.
 

Heft 7: Mittel zum Heil
Religiöse Segens- und Schutzzeichen in der Sammlung Dr. Edmund Müller.

Beromünster 2005, 56 S. – Fr. 12.00 AUSVERKAUFT – für Fr. 5.00 als PDF-Download erhältlich

Der volkskundlich interessierte Arzt Dr.med. Edmund Müller-Dolder in Beromünster hat der geistlichen Arznei, den früher weit verbreiteten religiösen Schutz- und Heilmitteln, sein besonderes Augenmerk geschenkt. Die im Laufe der Jahre von ihm gesammelten Sakramentalien und Devotionalien stehen oder hängen dicht gedrängt in einer grossen Vitrine im Haus zum Dolder: Reliquienkästchen, Breverl, Schabmadonnen, Loretoschüsseln, Kreuzchen etc. - kunstreiche Klosterarbeiten neben unscheinbaren, «wertlosen» Objekten. Dazu hinterliess der Sammler eine kleine Karteibox, gefüllt mit Notizen zu den Themenbereichen volkstümliche Heilpraktiken, Magie und Zauber sowie religiöse Schutz- und Heilmittel. Die Auswertung dieser Aufzeichnungen gab dem Autor die Idee zur inhaltlichen Gestaltung der Publikation als kleines Lexikon, als ABC der Devotionalien und Sakramentalien «von Agnus Dei bis Zeieli». Dominik Wunderlin, Verfasser mehrerer Bücher zur Volkskunde, nimmt dabei in erster Linie Rücksicht auf die in der Sammlung Dr. Edmund Müller vorhandenen Objektgruppen.
 

Heft 8: hinter Glas
Hinterglasgemälde und Glasmalereien in der Sammlung Dr. Edmund Müller.

Beromünster 2006, 96 S. – Fr. 15.00

Das Museum im Haus zum Dolder besitzt mit über siebzig prachtvollen Bildern einen der wichtigsten Bestände an Hinterglasgemälden in der Schweiz. Der Schwerpunkt liegt geografisch im Umkreis Sursee-Beromünster und zeitlich im 18. Jahrhundert, womit die Sammlung eine kostbare Geschlossenheit aufweist. Es finden sich viele signierte Werke der berühmten Hinterglasmalerdynastie Abesch, unter denen die Künstlerin Anna Barbara Abesch hervorragt. Für die Beromünsterer Malschule stehen die Namen der Familien Suter und Kopp. Von besonderem Interesse ist zudem, dass die Sammlung neben religiösen Themen auch manche profane Motive bietet, die seltener waren und für die Innerschweizer Hinterglasmalerei wohl nirgends in diesem Ausmass zu finden sind.
Im Aufsatzteil gibt der Autor Yves Jolidon einen geschichtlichen Überblick über die Hinterglasmalerei. Kurzbiographien und Werkcharakterisierungen erläutern den künstlerischen Werdegang der wichtigsten Hinterglasmalerinnen und -maler der Region Sursee-Grosswangen-Beromünster. Vorgestellt wird auch die besondere Technik der Innerschweizer Hinterglasmalerei. Die vielfältigen Aspekte dieser Kunstgattung werden mit Werken aus dem Bestand der Sammlung Dr. Edmund Müller illustriert. Auch zu den kleinformatigen Glasgemälden ist in gedrängter Form alles Wissenswerte zusammengefasst.
Im Katalogteil sind alle Hinterglasgemälde und Glasmalereien im Dolderhaus zusammen mit den zur Identifikation und zum Verständnis notwendigen Angaben abgebildet.
 

Heft 9: gewohnt
Möbel in der Sammlung Dr. Edmund Müller.

Beromünster 2007, 64 S. – Fr. 12.00

Mit Ausnahme der unpublizierten Lizentiatsarbeit «Das Schreinerhandwerk zu Beromünster im 17. und 18. Jahrhundert» von Judith Falk-Mazák aus dem Jahr 1976 existieren keine wissenschaftlichen Arbeiten, welche sich dem Schaffen der Tischmacher in der Innerschweiz widmen.
Unsere Publikation geht von den Möbeln der Sammlung Dr. Edmund Müller aus und versteht sich als Diskussionsbeitrag zur Erforschung der Luzerner und Innerschweizer Möbelkunst, ohne dass eine abschliessende Aufarbeitung des Themas vorgelegt werden kann. Eine umfassende Monographie zu diesem Thema steht noch aus.
Der Kunsthistoriker Walter R. C. Abegglen stellt die Frage nach einer eigenständigen Innerschweizer Möbelkunst. Judith Falk-Mazák publiziert einzelne Aspekte ihrer Arbeit über das Tischmacherhandwerk in Beromünster. Die Kunsthistorikerin Sibylle Burckhardt stellt die wichtigsten Möbel der Sammlung vor, speziell die reich gestalteten Aufsatzkommoden des 18. Jahrhunderts. Details zur Konstruktion dieser Möbel beschreibt der erfahrene Möbelrestaurator Marcel Renggli. Die Historikerin Waltraud Hörsch war für die Archivrecherchen verantwortlich. In den einzelnen Beiträgen kommen teils unterschiedliche Forschungsmeinungen zum Ausdruck.
 

Heft 10: ex voto
Objekte zum Wallfahrtsbrauchtum in der Sammlung Dr. Edmund Müller

Beromünster 2008, 80 S. – Fr. 15.00
Autor: Dominik Wunderlin

Im Mittelpunkt des 80-seitigen Heftes steht die Präsentation der Ex voto in der Sammlung. Neben zwei einführenden Kapiteln zum Thema Wallfahrt (auch mit Blick auf andere Religionen) und zum Votivbrauchtum werden die kleinen und grösseren Wallfahrtsstätten des Kantons Luzern und der angrenzenden Region und die hier bevorzugten Heiligen vorgestellt.
 

Heft 11: merk-würdig
Objekte erzählen Geschichten

Beromünster 2010, 72 S. – Fr. 15.00
Autorinnen: Hedy Tschumi-Häfliger, Helene Büchler-Mattmann

Von den merk-würdigen Museumsstücken, die sich meist nicht einem der grossen Sammlungsthemen im Haus zum Dolder zuordnen lassen. wurden 35 für die Publikation ausgewählt. Sie sind wie die Ausstellung von A bis Z, von Alraune bis Zigarre, angeordnet und alle auch abgebildet. Da gibt es Unheimliches, Erheiterndes, Wissenswertes und oft gänzlich Unbekanntes zu entdecken.
 

Heft 12: Zum frommen Andenken
Leidhelgeli / Sterbebildchen in der Sammlung Dr. Edmund Müller

Beromünster 2011, 72 S. – Fr. 15.00
Verfasser/innen: Dominik Wunderlin, Hedy Tschumi-Häfliger, Hubert Steinke, Karl Büchler, Helene Büchler-Mattmann

Die Publikation gliedert sich in zwei Hauptteile. Im ersten Kapitel geht es um Sterben und Tod im Haus zum Dolder. Themen sind die Leidhelgeli-Sammlung als Abbild des Beziehungsnetzes der drei Ärzte, die Memento-mori-Objekte in ihrer Sammlung und die Todesfälle im Michelsamt, die Edmund Müller-Dolder in seiner «Chronik von Beromünster» aufgezeichnet hat.
Der zweite Teil befasst sich dann ausführlich mit den Leidhelgeli, mit ihrer Geschichte, mit ihrem Informationsgehalt (religiöse Bilder, Porträts, Texte) und den Veränderungen im Laufe der Jahrzehnte, und dann vor allem mit der Sammlung der 1'200 Leidhelgeli im Dolderhaus. Eine Auswahl dieser Bildchen begleitet in chronologischer Reihenfolge die Texte des Heftes.
Als Anhang sind Kurzporträts der drei Ärzte im Haus zum Dolder angefügt.


«Beromünster – von der Brandkatastrophe zum schmucken Flecken»
Waltraud Hörsch, in Heimatkunde aus dem Seetal 2015
Fr. 15.00

Multimedia-CD-ROM ora pro nobis
Der Film zur Sonderausstellung 2001
Beromünster 2001 – Fr. 25.00

500 Jahre Auffahrtsumritt Beromünster 2009

UFFERT.
500 Jahre Auffahrtsumritt Beromünster

Beromünster 2009, 64 S. – Fr. 20.00

Im Jahr 2009 steht Beromünster ganz im Zeichen des 500-Jahr-Jubiläums der berittenen Auffahrtsprozession. Da die Arzt- und Sammlerfamilie Müller-Dolder auf besondere Art mit diesem Fest verbunden war, gibt das Museum Haus zum Dolder eine reich illustrierte Publikation heraus.

Inhalt
Helene Büchler-Mattmann – «Uffert» im Haus zum Dolder
Markus Ries – Kirche auf dem Weg
Dominik Wunderlin – Rechtsbrauch und Gebetsgebärden. Von Umgängen und Umritten
Waltraud Hörsch – «Solemnis illa equestris processio». Zur Entstehung des Auffahrtsumrittes in Beromünster
Otmar Scherrer – Der Umritt
Hanspeter Lanz – Der künstlerische Schmuck des Auffahrtsumrittes
Ludwig Suter – Die Auffahrtskränze. Temporär-Architektur entlang des Prozessionsweges
Hans Ruedi Weber – Christus am Seil. Zum Aufziehen an Himmelfahrt
Karl Büchler – Der Chronist der Auffahrt: Edmund Müller-Dolder, 1870-1945

Die Beiträge aus dem Blickfeld der Theologie, der Volkskunde, der Geschichte und Kunstgeschichte, aber auch des aktiven Mitlebens und Mitgestaltens fügen sich zu einem Ganzen und ergeben ein fazettenreiches Bild dieses Festtages, der auch nach 500 Jahren immer noch ein eindrückliches Zeugnis des Volksglaubens und der religiösen Tradition ist.


Publikationen zur Sammlung


Dokumentation zu den Münsterer Tagungen