Münsterer Tagung 2015

Der Erste Weltkrieg und seine Folgen für die Gegenwart
Spuren – Narben – Lehren

Samstag, 24. Oktober 2015, 15.30 bis 18.30 Uhr
in der Aula der Kantonsschule Beromünster

Für die Zeit des Ersten Weltkrieges besitzt Beromünster eine überaus wertvolle und spannende Quelle: Die 43-bändige handschriftliche Chronik von Dr. Edmund Müller-Dolder. Vom 1. Mai 1914 bis zu seinem Tod am 12. Juni 1945 dokumentierte der Arzt im Haus zum Dolder fast täglich die für ihn wichtigen Ereignisse in der Weltpolitik und in seinem regionalen Umfeld. Damit schuf er ein Zeitdokument von hohem kulturgeschichtlichem Wert. Die Chroniknotizen in der Zeit des Ersten Weltkrieges bildeten die Grundlage für eine Serie von 20 ganzseitigen Beiträgen im «Anzeiger Michelsamt», die anlässlich des hundertsten Gedenkjahres zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges vom Juni 2014 bis Juni 2015 unter der Leitung der Historikerin Helene Büchler-Mattmann entstanden ist.

Die «Chronik von Beromünster» war auch der Ausgangspunkt für das Thema der Münsterer Tagung. Sie richtete den Fokus auf den Ersten Weltkrieg und seine Folgen bis in die Gegenwart hinein. Mit Prof. Georg Kreis von Basel und Prof. Jörn Leonhard von Freiburg i/Br. konnten dafür zwei international renommierte Referenten gewonnen werden. Beide haben zum Thema ein Standardwerk verfasst.

Georg Kreis
Insel der unsicheren Geborgenheit. Die Schweiz in den Kriegsjahren 1914‐1918.
Zürich 2013.

Jörn Leonhard
Die Büchse der Pandora. Geschichte des Ersten Weltkriegs.
München 2014.

Ergänzt wurde die Veranstaltung von einer Plakatausstellung mit exemplarischen Zitaten aus der Chronik von Edmund Müller-Dolder zur Situation in Beromünster während der Kriegszeit.

Der Pianist Hansjakob Egli begleitete die Referate mit Musik aus der Zeit des frühen 20. Jahrhunderts.

Mitwirkende

Dr. Helene Büchler-Mattmann
Historikerin, bis 2014 Leiterin des Haus zum Dolder in Beromünster

Prof. Dr. Georg Kreis
em. Professor für Neuere Allgemeine Geschichte und Geschichte der Schweiz an der Universität Basel
Bis Juli 2011 Leiter des Europainstituts Basel

Prof. Dr. Jörn Leonhard
Professor für Westeuropäische Geschichte am Historischen Seminar an der Universität Freiburg i/Br.

Hansjakob Egli
Pianist, ehemaliger Musiklehrer an der Kantonsschule Beromünster

Programm