Münsterer Tagung 2008

PHÄNOMEN WALLFAHRT
Geschichte – Riten – Bräuche

Samstag, 18. Oktober 2008, 15 bis 18 Uhr
Stiftstheater Beromünster

Seit alter Zeit suchen Menschen vieler Bekenntnisse Orte auf, an denen sie sich den höheren Mächten besonders nahe fühlen. An diesen heiligen Stätten wird Erhörung für Bitten und Anliegen erfleht und ebenso für die an diesem Ort empfangene Hilfe gedankt.
Um dies zu tun, macht man sich auf den Weg, der früher meist beschwerlicher war als heute. Man geht auf Wallfahrt oder Pilgerfahrt. Heute erfreuen sich Wallfahren und Pilgern einer neuen und zusehends wachsenden Beliebtheit. Angesprochen fühlen sich Menschen aus allen Bevölkerungskreisen, und äusserst vielfältig sind die Motivationen.

Die Ausstellung im Haus zum Dolder zeigte vielfältige Objekte zur Wallfahrt: Ex-Voto-Tafeln, Votivgaben aus Wachs, Silber und Eisen, aber auch Wallfahrtsandenken. Zudem gab sie einen Ãœberblick über die Luzernischen Gnadenorte und die dort verehrten Heiligen.
Die Münsterer Tagung griff ebenfalls dieses Thema auf und öffnete den Blickwinkel auf die Geschichte der Wallfahrt, auf den Gnadenort Einsiedeln und die Brauchhandlungen bei Wallfahrten. Ein Jakobspilger setzte seine Weg-Erfahrungen musikalisch um.

Mitwirkende

Dr. Maria Wittmer-Butsch
Historikerin an der Universität Zürich, Mitarbeiterin beim nationalen Forschungsschwerpunkt Medienwandel – Medienwechsel – Medienwissen zum Thema «Medialität der Wallfahrt»

P. Othmar Lustenberger
Wallfahrtspater des Klosters Einsiedeln 1965-2001, (Neu-)Bearbeitung der Geschichte und Verbreitung des Gnadenbildes U. L. Frau von Einsiedeln

lic.phil. Dominik Wunderlin
Kulturwissenschafter, Leiter der Abteilung Europa / Volkskunde am Museum der Kulturen Basel

Andreas Schlegel
Musiker, Lautenexperte und Pilger, Menziken

Programm

— Kurze Pause —

Die gedruckte Dokumentation mit den Referaten der Tagung können Sie hier bestellen.