Sammlung
Das Haus zum Dolder mitten im Flecken Beromünster auf der Luzerner
Landschaft birgt in seinen Räumen die vielseitigste und reichhaltigste Privatsammlung im
weiten Umkreis. Es war während mehr als 100 Jahren ein Arzthaus. Drei Generationen von
Landärzten – Dr. Josef Dolder, Dr. Edmund Müller-Dolder mit seiner Frau Hedwig und ihr
Sohn Dr. Edmund Müller jun. – haben in dieser Zeit eine breitgefächerte Sammlung
aufgebaut, die in erster Linie Geschichte und Kultur des Michelsamtes dokumentiert. All diese Kostbarkeiten bilden ein faszinierendes Ganzes. In der behaglichen Atmosphäre des zweihundertjährigen Bürgerhauses wird die Vergangenheit auf eindrückliche Art lebendig.
Jährliche Sonderausstellungen im Dolderkeller zeigen jeweils ein Teilgebiet der Sammlung.
Das vierstöckige Wohnmuseum birgt eine Fülle von kostbaren, noch weithin unbekannten Schätzen. Entdecken Sie den Reichtum der Sammlung, indem Sie die Maus über die Bilder bewegen. Ein Klick führt Sie zu ausführlicheren Informationen.

WohnkulturAlle Räume im Haus zum Dolder sind noch weitgehend im selben Zustand, wie sie von den Sammlern eingerichtet und bewohnt wurden.
Salon mit Vitrinenschrank, Sofa Louis XVI, Hinterglasgemälde, Porträts etc.

historische ArztpraxisOriginal erhaltenes Sprechzimmer des letzten Arztes
Apothekerschrank im Sprechzimmer mit Medikamentengläsern

MöbelMöbel aus dem Raum Beromünster-Luzern-Innerschweiz, 18. Jh.
Aufsatzkommode, reich intarsiert; üppige Schnitzerei: Jagdszene; raffinierte Geheimfächer. Mauritz Kopp, Beromünster (1725 - 1805) zugeschrieben, datiert 1777

HinterglasgemäldeHinterglasgemälde, grösstenteils aus dem Raum Beromünster-Sursee-Grosswangen, 18. Jh.
Der Moritatensänger
Cornel Suter (d. J.?), Beromünster, um 1780

Fayencen / PorzellanFayencen von Andreas Dolder, Beromünster; Porzellan und Fayencen von Zürich-Schooren; Porzellan von Nyon
2. Hälfte 18. Jh.
Vitrine mit Flühli-Glas, Zürcher Porzellan und Beromünsterer Fayencen

Gold- und SilberschmiedekunstArbeiten der Beromünsterer Gold- und Silberschmiede
Silberplatte, getrieben; Mittelmedaillon mit Stiftswappen Beromünster
Othmar Dangel, Beromünster (1658 - 1719)

ZinnZinngeschirr aus Beromünster, Luzern, Zug u.a., 18. Jh.
Teekanne
Joseph Leodegar Petermann, Beromünster (1748 - 1829). Meistermarke auf Deckel

Flühli-GlasDie Flühli-Glas-Sammlung umfasst mehrheitlich Klarglas-Objekte aus dem 18./19. Jh.
Schnapsflasche mit Schraubzinnverschluss, 2. Hälfte 18. Jh., Beschriftung: «VIVAT BRANTE WEIN IST DAS LEBEN MEIN»

Sakrale SkulpturenSkulpturen aus dem 13. bis 19. Jh., mehrheitlich aus dem Raum Beromünster / Kt. Luzern
Hl. Siebenschläfer (aus der Siebenschläferkapelle Eschenbach/LU), letztes Viertel 16. Jh.

TrachtenschmuckZur Luzerner Festtagstracht gehörte ein Deli, ein meist silber-vergoldetes Schmuckstück mit zwei Hinterglasbildchen.
Trachtendeli, Silber, vergoldet, Meisterzeichen Michael Zülly, Sursee, 2. Viertel 19. Jh.
Hinterglasbild: Maria vom guten Rat

Religiöse Volkskunst: Segens- und SchutzzeichenGesegnete Gegenstände, meist an einem Wallfahrtsort erworben, die als «Geistliche Hausapotheke» den Gläubigen Schutz und Heilung verheissen.
Breverl, geöffnet: Heiligenbildchen, magische Sprüche und miniaturisierte religiöse Zeichen

Religiöse Volkskunst: Ex votoAuf Holz gemalte Ex voto-Täfeli und Votive aus Wachs, Eisen, Silber und andern Materialien.
Ex voto mit den 14 Nothelfern, wohl aus der Kapelle Adelwil/Neuenkirch, 2. Hälfte 18. Jh.

AmuletteKleine Gegenstände, die am Körper getragen werden und dem Träger / der Trägerin magische Kraft oder magischen Schutz verleihen.
Kette mit acht Anhängern in Silberfassung: Gebisse, Geweihstücke und eine verstümmelte Krallenhand. Amulett gegen schädliche Geister und gegen den bösen Blick

PorträtsDie zahlreichen Porträts in der Sammlung zeigen meist Leute, die im 18. und 19. Jahrhundert in der Region Beromünster gelebt haben.
Porträt von Jost Bernhard Häfliger-Hüsler, 1736-1807, Stiftsweibel
Ölgemälde von Josef Reinhard, Horw (1749 - 1829)

Luzerner TrachtenbilderDer aufkommende Tourismus gegen Ende des 18. Jahrhunderts weckte eine grosse Nachfrage nach Trachtendarstellungen. Die Sammlung enthält ca. 100 Luzerner Trachtenbilder aus dem 19. Jh. (Drucke und Gemälde)
Frau in Luzerner Tracht, im Hintergrund Pilatus und Schlösschen Schauensee, Kriens
kolorierte Aquatinta von Mathias Gabriel Lory, 1817

DruckgrafikNeben den Trachtenbildern umfasst die umfangreiche Grafik-Sammlung noch die Schwerpunkte Paracelsus, religiöse Volkskunst, Freischaren/Sonderbund, Topographie.
Einsiedler Klosterplatz, darüber in Wolken das Gnadenbild der Muttergottes, flankiert von den Heiligen Meinrad und Benedikt
Kupferstich, 18. Jh.

TeppicheIn allen Wohnräumen liegen kostbare, fast ausschliesslich sehr alte Teppiche aus Wolle oder Seide, geknüpft oder gewirkt
Teppich, Schirwan, semi-antik

MedizingeschichteDie medizingeschichtliche Sammlung umfasst einen beachtlichen Bibliotheksbestand, Apothekergefässe aus Keramik und Glas und alte medizinische Instrumente.
2 Apothekerkrüge, farbig bemalt mit Blumen und Früchten
Inschriften «Syr.Alth.» / «Syr.Diacod.»

BibliothekDie Bibliothek umfasst ca. 5000 Werke aus dem 15. bis 20. Jh. mit einem hohen Anteil an alten und raren Druckwerken. Dazu kommt eine Reihe von Handschriften aus dem 16. bis 18. Jh. Die Bücher sind in den ehemaligen Wohnräumen der Arztfamilie aufgestellt.
Bücherregal mit medizinhistorischen Werken im Schlafzimmer von Dr. Edmund Müller

ExoticaDie Exotica-Sammlung von Dr. Edmund Müller jun. umfasst Objekte aus allen aussereuropäischen Kontinenten.
Tanzender Krishna, westindischer Hirtengott, 17. Jh.

